Tipps - Rund ums Haus Archive

Energieeffiziente Sanierung und Modernisierung

Energieeffiziente Sanierung und Modernisierung

Mit einer gründlichen Sanierung lässt sich ein Altbau in ein stattliches Passivhaus verwandeln. Foto: djd/zimmermeister-modernisieren.de/Michael Schintze

KfW stellt günstige Kredite für die Finanzierung einer Komplettsanierung bereit!

(djd/pt). Hohe Heizkostenrechnungen sind ein Dauerthema für viele Besitzer älterer, unzureichend gedämmter Häuser. Das Geld, das jährlich in die Kassen der Brennstofflieferanten fließt, wäre ungleich besser investiert, setzte man es zur Verbesserung des energetischen Zustands der eigenen Immobilie ein. Die Modernisierung rechnet sich schneller, als viele Hausbewohner vermuten, und schont dazu noch Ressourcen und Klima. Der Staat greift Hausbesitzern kräftig unter die Arme und erleichtert ihnen so die Entscheidung.

Zuschüsse und zinsgünstige Kredite

Für energieeffiziente Modernisierungen gibt es staatlich geförderte Finanzierungsprogramme.  Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Für energieeffiziente Modernisierungen gibt es staatlich geförderte Finanzierungsprogramme. Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Wer eine energetische Modernisierung aus angesparten Eigenmitteln finanzieren will, bekommt über die KfW Förderbank einen nicht rückzuzahlenden Zuschuss. Ebenfalls über die KfW gibt es staatlich geförderte und damit besonders zinsvergünstigte Kredite für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Große Energieeinsparungen werden durch eine bessere Dämmung des Dachs und der Außenwände erreicht, denn sie sind in vielen Bestandshäusern die größten Schwachstellen und lassen Wärme unnötig entweichen. Zimmerei-Meisterbetriebe sind der richtige Ansprechpartner für die Planung und Umsetzung der Maßnahmen in diesen beiden Baubereichen.

Vom Altbau zum Passivhaus

Mit einer umfassenden Modernisierung konnte beispielsweise eine Doppelhaushälfte in Augsburg, errichtet im Jahr 1938, bis auf Passivhausstandard verbessert werden. Neben einer Abdichtung und Dämmung des Kellers waren vor allem Außenwände und Dach gründlich zu sanieren. Als Wärmeschutz kamen Holzfaserdämmplatten sowie eine Zellulosedämmung zum Einsatz, die in Hohlräume direkt eingeblasen wird.

Auch neue Fenster und Türen waren fällig. Eine im Zimmereibetrieb vorgefertigte Giebelwand brachte mit großen Fenstern mehr Licht ins Haus. Den Abschluss der Außenwände bildet eine Holzfassade, die dem in die Jahre gekommenen Bau zusammen mit einer neuen Dacheindeckung aus Tondachziegeln ein überraschend neues und frisches Aussehen gibt.

KfW Förderung

Die KfW-Programme zur Finanzierung energieeffizienter Sanierungen:

Das “Programm 430″ gibt Selbstfinanzierern einen nicht rückzuzahlenden Zuschuss.

Das “Programm 151″ stellt günstige Kredite für die Finanzierung einer Komplettmodernisierung bereit.

Das “Programm 152″ fördert Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz mit günstigen Krediten.

Das “Programm 431″ gibt einen nicht rückzuzahlenden Sonderbonus für Energieberatung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Auf www.zimmermeister-modernisieren.de, www.kfw.de gibt es mehr.

Moderne Fußbodensanierung im Altbau

Moderne Fußbodensanierung im Altbau

Eine Ausgleichsschicht begradigt Böden im Altbau und nimmt Versorgungsleitungen auf. Foto: djd/HeidelbergCement

Fließestriche bei Sanierung und Modernisierung

Versorgungsleitungen lassen sich in einer Flüssigdämmung des Bodens sicher und geschützt unterbringen.  Foto: djd/HeidelbergCement

Versorgungsleitungen lassen sich in einer Flüssigdämmung des Bodens sicher und geschützt unterbringen. Foto: djd/HeidelbergCement

(djd/pt). Viele Altbauten wechseln heute den Besitzer. Nicht oder nur teilweise sanierte Bestandshäuser sind zwar günstiger in der Anschaffung. Allerdings muss der stolze Neubesitzer meist zusätzlich investieren, wenn das Haus den heutigen Anforderungen an Wärmeschutz und Komfort entsprechen soll. Neben der Dämmung der Gebäudehülle lassen oft die Heiztechnik und die Elektroinstallation zu wünschen übrig. Im Rahmen einer gründlichen Modernisierung spielt auch der Aufbau der Böden eine tragende Rolle – und kann, richtig geplant, einen Teil typischer Altbauprobleme lösen.

Flüssigdämmung nimmt moderne Versorgungstechnik auf

Elektro- und andere Versorgungsrohre lassen sich beispielsweise problemlos im Fußboden unterbringen, wenn eine Höhenausgleichsschicht Unebenheiten oder Gefälle des Bodens beseitigt. Flüssig-Ausgleichsschichten wie beispielsweise “Poriment P” umschließen die verlegten Versorgungsleitungen wie Elektroleerrohre oder Wasserinstallationen sicher und schützen sie vor Beschädigungen.

Kleine Styroporkügelchen in der Mischung sorgen zudem für eine gute Wärmedämmung, die beispielsweise bei der Renovierung des Bodens im Erdgeschoss über einem kalten, unbeheizten Keller wichtig ist. Der Einbau erfolgt vom Fachmann über Pumpschläuche direkt aus dem Fahrmischer und verursacht daher keine Lagerungs- und Entsorgungsprobleme auf der Baustelle.

Fußbodenheizung ist auch im Altbau machbar

Fließfähige Estriche wie zum Beispiel "Cemflow" verlangen keine beschwerlichen Arbeiten mit Kniebrettern mehr.  Foto: djd/HeidelbergCement

Fließfähige Estriche wie zum Beispiel "Cemflow" verlangen keine beschwerlichen Arbeiten mit Kniebrettern mehr. Foto: djd/HeidelbergCement

Als Untergrund für den endgültigen Bodenbelag kommt über die Flüssigdämmung, eine Trennlage und dann der Estrich. Wenn eine Fußbodenheizung installiert werden soll, sind ebenfalls fließfähige Produkte zu bevorzugen. Während viele konventionell auf der Baustelle hergestellten Estrichmischungen Lufteinschlüsse aufweisen können, umschließt sie beispielsweise der Zementfließestrich “Cemflow” lückenlos und sorgt so dafür, dass die Wärme verlustarm an die Bodenoberfläche abgegeben wird. Der Baustoff hat zudem eine hohe Wärmeleitfähigkeit, was die Energieabgabe an den Raum ebenfalls verbessert.

Schneller Einbau

Zementestriche wie “Cemflow” nivellieren sich durch ihre hohe Fließfähigkeit beim Einbau selbst und sorgen so dafür, dass fast von alleine ein ebener und waagerechter Bodenabschluss entsteht. Die Arbeiten kann der Handwerker im Stehen ausführen.
- Angenehm für den Bauherren: Der Boden ist schnell und in nur einem Arbeitsgang eingebaut, die Gefahr der Beschädigung etwa von Rohren oder einer Dämmschicht ist deutlich geringer.
- Angenehm für den Handwerker: Er muss nicht mehr auf Kniebrettern durch den Raum rutschen.

Modern und umweltfreundlich heizen

Modern und umweltfreundlich heizen

Die Solarthermieanlage auf dem Dach kann auch beim Heizen unterstützen. Foto: djd/LBS Hessen-Thüringen

Tipps für Hausbesitzer rund um das Thema energetische Haussanierung

(djd/pt). Was im kommenden Jahr das Heizöl oder das Erdgas kosten werden, weiß niemand genau. Aber die meisten Hausbesitzer sind sich sicher, dass die Preise für fossile Brennstoffe weiter steigen und möchten deshalb unabhängiger vom Energiemarkt werden.

Für viele Haushalte, deren Wohneigentum aus den Jahren 1949 bis 1990 stammt, und deren Eigenheim vor 1949 erbaut wurde, ist der Handlungsbedarf besonders groß. Auf www.lbs-ht.de gibt es Informationen zum typischen Modernisierungsbedarf, sortiert nach Hausbaujahren, und anderen Themen rund ums Energiesparen und Modernisieren.

Jedes Haus hat andere Potenziale zum Energiesparen.  Foto: djd/LBS Hessen-Thüringen

Jedes Haus hat andere Potenziale zum Energiesparen. Foto: djd/LBS Hessen-Thüringen

Haus energetisch sanieren

Zum Ziel, Heizkosten zu sparen und die Umwelt zu schonen, führen vor allem zwei Wege: ein geringerer Verbrauch fossiler Brennstoffe oder der Umstieg auf erneuerbare Energien. Wer weniger heizen möchte, setzt auf eine gute Dämmung. Vor allem Fenster, Außenwände und der Dachstuhl bieten meist erhebliches Sanierungspotenzial. Auch der Einbau eines Brennwertkessels kann ein sinnvoller Schritt sein.

Diese modernen Kessel nutzen im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkesseln auch die Abwärme. So wird die Energie, die in den Brennstoffen steckt, fast vollständig verwertet. Eine wichtige Alternative sind neue Technologien wie eine Solarthermieanlage oder Holzpelletheizungen. Sie gelten mittlerweile als erprobt und haben sich deshalb etabliert.

Wie heizen Hausbesitzer umweltfreundlich?

- Heizungen, die mit Holzpellets betrieben werden, sind zum Beispiel umweltfreundlich, weil sie fast klimaneutral sind. Das Holz gibt beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid ab, wie die Bäume während des Wachstums aufnehmen.

- Solarthermieanlagen liefern meist die Energie für die Warmwasserversorgung, können aber auch zum Heizen beitragen.

- Wärmepumpen machen die Umweltenergie aus dem Erdboden, der Außenluft und dem Grundwasser nutzbar. Die Energie wird dann in einem Kompressor verdichtet und zum Heizen genutzt.

Bauen und Modernisieren

Bauen und Modernisieren

Der Tag der Energiesparrekorde zeigt die aktuellen Möglichkeiten für energieeffizientes Bauen und Modernisieren. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur

Tag der Energiesparrekorde 2010: In ganz Deutschland öffnen die Besitzer energieeffizienter Gebäude ihre Türen für Besucher.

(djd/pt). Wie bereits im Vorjahr lädt der “Tag der Energiespar-Rekorde” der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) auch 2010 wieder zur Besichtigung besonders energieeffizienter Wohnhäuser ein.

Am Samstag, 25., und Sonntag, 26. September 2010, öffnen in ganz Deutschland energieeffiziente Ein- und Mehrfamilienhäuser und andere interessante Objekte wie Schulen ihre Pforten. Vor Ort können die Besucher sich mit den Besitzern, Architekten, Planern und Energieberatern austauschen und mehr über energiesparendes Bauen und Modernisieren erfahren. Die Gebäude, die zur Besichtigung offen stehen, erreichen einen Energiestandard, der die aktuellen gesetzlichen Vorgaben übertrifft und haben damit Beispielcharakter für zeitgemäßes Bauen und Modernisieren. Auf der Internetseite www.zukunft-haus.info/energiesparrekorde werden alle teilnehmenden Häuser mit Fotos und kurzen Beschreibungen vorgestellt. Wer ein Effizienzhaus besichtigen möchte, kann sich alle Objekte in der Nähe anzeigen lassen oder speziell nach Häusern mit Solaranlagen, Wärmepumpen oder Holzheizungen suchen. Wer neu bauen, ein Haus kaufen oder modernisieren will, kann sich aus erster Hand über die entsprechenden Möglichkeiten und die Erfahrungen anderer informieren.

Hausbesitzer, die ihr energieeffizientes Haus der Öffentlichkeit vorstellen möchten, können sich zur Teilnahme am “Tag der Energiespar-Rekorde” noch bis zum 29. August anmelden. Modernisierte Bestandsbauten müssen den auch aus der KfW-Förderung bekannten Energiestandard “Effizienzhaus 100″ oder besser erreichen. Für Neubauten gilt als Teilnahmevoraussetzung der Standard “Effizienzhaus 70″ oder besser. Auf www.zukunft-haus.info/energiesparrekorde gibt es Informationen und das Anmeldeformular.

Bauen und Modernisieren mit Holz

Bauen und Modernisieren mit Holz

Ein Anbau aus Holz schafft nicht nur Lebensraum, sondern setzt auch architektonische Akzente. Foto: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Architektur aus nachwachsenden Baustoffen

Holz: der “Klima-Baustoff” aus heimischen Wäldern

Anspruchsvolle Architektur und Holzbau passen gut zusammen.  Foto: djd/"Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Anspruchsvolle Architektur und Holzbau passen gut zusammen. Foto: djd/"Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Holz aus Deutschland und Mitteleuropa stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das heißt, dass der Waldbestand nicht schrumpft, sondern durch Nachpflanzen von Bäumen stabil gehalten wird. Holz aus heimischer Produktion punktet aber auch durch kurze Transportwege. Es wird nahe am Einsatzort geschlagen, so dass für die Wege vom Wald übers Sägewerk zur Baustelle nicht mehr klimaschädliches CO2 entsteht als unbedingt notwendig.

(djd/pt). Ökologisch sinnvoll, CO2-neutral und gut fürs Raumklima: Gründe für das Bauen und Modernisieren mit Holz gibt es genug. Dass das Naturmaterial zudem vielseitig und für anspruchsvolle Architekten hochinteressant ist, beweist unter anderem der Deutsche Holzbaupreis, den Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister jedes Jahr vergibt, um aufzuzeigen, was mit Holz als Baustoff möglich ist. Für private Hausbesitzer ist der Rohstoff erste Wahl, wenn es darum geht, Wohnraum zu erweitern oder dem Haus im Rahmen einer Modernisierung ein neues Gesicht zu geben.

Neuer Lebensraum, der sich sehen lassen kann

Mehr Lebensraum lässt sich in vielen Häusern durch einen Ausbau des Dachgeschosses schaffen. Wo der Dachstuhl zu niedrig ist, kann ein Zimmereifachbetrieb ihn aufstocken und so für genügend Kopffreiheit im Oberstübchen sorgen. Ist das Dach bereits ausgebaut oder zu klein, bietet sich ein Anbau an das bestehende Gebäude an. In Holzständerbauweise lässt er sich problemlos in kurzer Zeit errichten und auch an einen bestehenden Gebäudekörper anbinden. Im Unterschied zu massiven Werkstoffen benötigt ein Holzbau keine Trocknungszeiten und kann sofort nach der Fertigstellung zu jeder Jahreszeit bezogen werden. Architektonisch vermögen Anbauten und Dachaufstockungen ein eher durchschnittliches Häuschen auch optisch in ein modernes Bauwerk zu verwandeln.

Natürlich schöner Fassadenabschluss

Wer seinem Haus eine moderne Dämmung der Gebäudehülle spendieren möchte, findet mit einer Fassadenbekleidung aus Holz ebenfalls einen guten Weg, gestalterische Akzente zu setzen. Eine sogenannte vorgehängte hinterlüftete Holzfassade lässt sich mit vielfältigen Farben und Lasuren nach Wunsch individuell gestalten. Der Aufwand für Pflege und Schutz einer Fassade vom Holzbau- oder Fachbetrieb hält sich in Grenzen. Unter www.zimmermeister-modernisieren.de gibt es Informationen zum Modernisieren und Ausbauen mit Holz sowie von Zimmereibetrieben.