Vorbildlichen Energieverbrauch eines neu gebauten oder sanierten Hauses zeichnet die dena mit dem Gütesiegel Effizienzhaus aus. Foto: djd/dena/ Markus Bachmann
Nebenkosten nicht dem Zufall überlassen

Ob moderner Neubau oder saniertes Schmuckstück: Bei Häusern mit dem dena-Gütesiegel Effizienzhaus ist der Energiebedarf auf jeden Fall gering. Foto: djd/dena/ Markus Bachmann
(djd/pt). Die Miete für eine Wohnung und der Kaufpreis für ein Haus sind vertraglich eindeutig geregelt. Bei den Nebenkosten wird es komplizierter – hier konnten Mieter und Käufer bisher nur hoffen, dass die Angaben der Realität entsprechen. Verbessert hat sich die Situation mit dem Energieausweis, der seit 2008 schrittweise eingeführt wurde. Er zeigt an, wie viel Energie ein Haus benötigt. Noch einfacher wird es jetzt für alle, die besonders energiesparend wohnen wollen: Das neue Gütesiegel Effizienzhaus der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zeigt auf den ersten Blick, welches Haus einen zukunftsfähigen und langfristig kostengünstigen Energiestandard hat.
Effizienzhaus mit Brief und Siegel
Das Effizienzhaus-Siegel der dena mit Zertifikat und Hausschild gibt es nur für besonders energiesparende Gebäude, die deutlich besser sind, als die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt. Das Effizienzhaus-Gütesiegel wird in Stufen vergeben: 70 und 55 für Neubauten und Effizienzhaus 100, 85, 70 und 55 für sanierte Häuser. Das Effizienzhaus 40 folgt ab Juli 2010. Je niedriger die Zahl, desto effizienter ist das Haus. Ein Haus mit dem Standard 55 verbraucht beispielsweise nur 55 Prozent der Energie, die für einen Neubau gesetzlich als Maximum zulässig ist. Diese Energie-Standards entsprechen denen der KfW, die in ihrem Programm “Energieeffizient bauen und sanieren” jeweils passende Förderungen anbietet.
Energiestandards werden streng kontrolliert
Voraussetzung für die Vergabe des Effizienzhaus-Gütesiegels ist der Nachweis der energetischen Qualität durch einen Energieausweis, der ebenfalls ein dena-Gütesiegel tragen muss. Wer schon einen Energieausweis ohne Gütesiegel hat, kann diesen auch ergänzen lassen. Die dena nimmt die eingereichten Unterlagen genau unter die Lupe und legt den Standard zwischen 55 (bzw. 40) und 100 fest. Erst dann darf der stolze Hausbesitzer das Label nutzen. Mit Stichproben stellt die dena sicher, dass die geprüften Häuser auch halten, was sie versprechen.
Gütesiegel Effizienzhaus
Mit dem dena-Gütesiegel Effizienzhaus wird es bald einfacher, eine energiesparende Immobilie zu erkennen. Das Gütesiegel gibt es nur für Gebäude, die sehr wenig Energie benötigen. Das muss in einem qualitätsgesicherten Verfahren nachgewiesen werden. Mieter oder Käufer können ihr neues energiesparendes Zuhause somit einfach und sicher auswählen. Eigentümern erleichtert das Siegel den Verkauf oder die Vermietung und steigert zudem den Wert des Hauses. Die Antragskosten liegen zwischen 95 Euro für Einfamilienhäuser und 300 Euro für Häuser mit mehr als 12 Wohneinheiten.