Pflegeleicht ist Pflicht

Pflegeleichte Materialien in der ganzen Küche erleichtern das Sauberhalten. Foto: djd/www.fliesenverband.de
(dtd). Wohnlich, stylisch und chic soll sie aussehen. Und wenn mal der Kochwein umkippt oder die Tomatensauce spritzt, sollen die Spuren nicht gleich für Jahre sichtbar sein. Richtig empfindliche Materialien bekommen daher “Küchenverbot“. Die besten Tipps:
Fliesen: Der Klassiker für Küchenböden und Wandverkleidungen rund um Spüle und Herd präsentiert sich vielseitig und edel wie nie zuvor. Von urbanen Grautönen über Naturstein- oder sogar Holzanmutungen und Metalliceffekten bis zu bunten oder mediterran-warmen Farben reicht das Spektrum der keramische Werkstoff (Ideen und Anregungen: www.deutsche-fliese.de). Glasierte Oberflächen sind besser als unglasierte – die können schon eher mal bleibende Spuren abbekommen.
Naturstein: Sieht besonders edel aus. Unbehandelte Marmor-, Kalkstein- und andere Steinoberflächen reagieren auf Säuren, also auch auf Essig, Zitrone und andere Fruchtsäuren, mit Trübungen und dauerhaften Verfärbungen. Auch Fett und Öl können in die Kapillarstruktur eindringen und lassen sich nur schwer wieder entfernen. Nur eine vollständige Versiegelung sorgt für dauerhafte Schönheit. Die ist allerdings von Kratzern bedroht. Kunststeine sind oft pflegeleichter.
Massivholz: Ein Holzboden in der Küche ist angenehm fußwarm undstrahlt Wohnlichkeit aus. Versiegelt, kann er schnell Kratzer abbekommen, wenn mal ein Messer oder ein Topf zu Boden geht. Geölt und gewachst, ist er Fett und Feuchtigkeit gut gewachsen, vor allem lässt er sich dann mit vergleichsweise wenig Aufwand aufarbeiten. Hersteller wie Pinus oder Moco bieten Holzprofile bereits fertig vorbehandelt an, so kann der Erstanstrich entfallen.
Laminat: ist grundsätzlich gut geeignet in der Küche und lässt sich relativ einfach selbst verlegen. Allerdings sollte es nicht zu nass, sondern nur nebelfeucht gewischt werden. Besser als hochglänzende Böden sind matte Oberflächen, auf denen man nicht gleich jeden Fleck sieht. Hersteller wie Witex bieten sogar Laminatböden mit Pfandsystem an – dann kann man den Boden nach ein paar Jahren einfach wieder abgeben. Beim Kauf unbedingt auf Eignung für Feuchträume achten.
Kunststoffboden: .Aus verschiedenen Kunststoffen gibt es vielfältigste Farben und Muster von sehr preiswert bis edel. Grundsätzlich sehr gut geeignet für die Küche, sollte man besonders bei leicht zu verlegenden Klick-Böden auf Feuchtraumeignung achten.

Linoleum: erlebt als Bodenbelag aus natürlichen Rohstoffen heute eine Renaissance. Die erhältlichen Gestaltungsvarianten von Herstellern wie Forbo Flooring haben mit dem tristen Belag auf den Amts- und Schulfluren nur noch ihre Belastbarkeit, Wasserfestigkeit und Langlebigkeit gemein und sind daher in der Küche sehr zu empfehlen.
Wand: an der Küchenwand und –decke geht fast alles, was im Rest der Wohnung auch gefällt. Die Decke sollte atmen könne, die Wand mit einer nassabriebbeständigen Dispersionafarbe oder mit zusätzlich mit einem Überzug, z.B. Elefantenhaut aus dem Baumarkt, geschützt sein. Ungünstig sind textile Wandbeläge oder Naturfasern – sie verschmutzen leicht und nehmen Küchengerüche an. Besonders schön sind klassische Wandbeschichtungen auf Basis von Kalk und Seife z.B. von Volimea, die Erinnerungen aus Palastküchen vergangener Tage wecken und dennoch wischfest sind. Allerdings ist die Verarbeitung für Heimwerker nicht ganz einfach.