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Bis zu 30 Prozent Energie sparen

Bis zu 30 Prozent Energie sparen

Ein Einzelraumregelungssystem für die Heizung spart bis zu 30 Prozent Energie und lässt sich kabellos und schnell installieren. Foto: djd/Honeywell

Förderung für Optimierung der Heizanlage nutzen

Heizung und Warmwasser verursachen den Löwenanteil der Energiekosten im privaten Haushalt.  Foto: djd/Honeywell/dena 2009

Heizung und Warmwasser verursachen den Löwenanteil der Energiekosten im privaten Haushalt. Foto: djd/Honeywell/dena 2009

(djd/pt). Über 60 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt gehen auf das Konto der Heizung und der Warmwasserbereitung, am Gesamtenergieverbrauch Deutschlands schlagen diese Posten mit rund 30 Prozent zu Buche. Mit verantwortlich für den hohen Energiehunger sind rund vier Millionen Heizanlagen, deren Technik dem aktuellen Standard längst nicht mehr entspricht. Große Sparpotenziale liegen aber auch in der Steuerung und Regelung der Heizungsinstallation. Bis zu 30 Prozent der Heizenergie lassen sich bereits durch eine Einzelraumregelung wie evohome von Honeywell sparen, die die Temperatur der einzelnen Zimmer gradgenau auf die Nutzungszeiten abstimmt und so verhindert, dass Räume warm bleiben, obwohl niemand anwesend ist.

KfW-Förderung mit hydraulischem Abgleich

Im Rahmen des KfW Förderprogramms 431 “Energieeffizient sanieren – Sonderförderung” gibt es unter anderem für die Einzelraumregelung einen Zuschuss von 25 Prozent. Voraussetzung ist allerdings seit kurzem, dass parallel ein sogenannter hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wird. Mit diesem hydraulischen Abgleich stellt der Heizungsfachmann sicher, dass alle Etagen des Hauses gleichmäßig Wärme erhalten. Ohne den Abgleich besteht die Gefahr, dass etwa Heizkörper im Erdgeschoß überversorgt sind, während in den höheren Stockwerken zu wenig warmes Heizungswasser ankommt. Die Folge: unnötig hoher Brennstoffverbrauch für die Wärmeerzeugung und steigende Stromkosten für den Betrieb der Heizungspumpe. Danach ist sichergestellt, dass alle Verbraucher im Haus gleichmäßig versorgt werden.

Kabellose Installation

Zusammen mit einer Einzelraumregelung lassen sich diese Vorteile optimal nutzen. Jeder Raum wird entsprechend seiner Nutzung programmiert und hat so immer genau die richtige Temperatur zum Wohlfühlen oder zum Sparen (Infos: www.evohome.de). Eine Installation ist auch nachträglich sehr einfach möglich. Ein elegantes Bedienpad mit Touchscreen steuert die Regler an den Heizkörpern per Funk an, so dass keine neuen Kabel verlegt werden müssen.

Sichere Funkübertragung mit minimaler Belastung

Das Einzelraumregelungssystem evohome arbeitet auf der Funkfrequenz 868 Megaherz (MHz) und stört daher keine anderen Geräte im häuslichen Bereich wie etwa Babyphones, die auf der Frequenz 433 MHz senden. Eine sichere Funktion der Komponenten ist auch über mehrere Etagen gewährleistet, obwohl die Funkleistung nur ca. 1/200 der eines schnurlosen Telefons beträgt. Zum Vergleich: Ein fünfminütiges Handytelefonat erzeugt ebenso viel Funkbelastung wie 20 Jahre Betrieb des Systems, da die Module von evohome nur wenige Sekunden täglich senden.

Moderne Isoliergläser sparen Energie

Moderne Isoliergläser sparen Energie

Moderne Isoliergläser helfen sparen und verbessern den Wohnkomfort. Foto: djd/Saint Gobain Glass

Fenstersanierung so wichtig wie Mauerdämmung

(bbs). Beim Stichwort energetische Sanierung denken viele zunächst an die Dämmung der Außenmauern oder eine neue Heizungsanlage. Doch auch veraltete Fenster oder Einfachverglasungen sind Schwachstellen, durch die teure Heizenergie entweichen kann. Abhängig von Größe und Alter der Fenster lassen sich durch den Einbau moderner Isoliergläser erhebliche Einsparungen erzielen. Mit dem Austausch von 20 Quadratmetern Einfachglas gegen Zweifach-Isolierglas mit Wärmeschutzbeschichtung wie etwa Climaplus Ultra N lassen sich pro Jahr schon mehr als 1.000 Liter Heizöl und knapp 3.000 Kilogramm CO2 einsparen. Damit fallen nicht nur weniger Kosten an, es gibt auch einen Zugewinn an Wohnkomfort. So gehört beispielsweise unangenehme Zugluft in der Nähe der Fenster der Vergangenheit an. Eine Sanierung der eigenen vier Wände ist zudem eine Investition in die Zukunft. Bei einer Weitervermietung oder einem Verkauf des Hauses sorgt der im Energieausweis dokumentierte sparsame Verbrauch für eine Wertsteigerung der Immobilie.

Die Dämmwerte bei der Sanierung von Fenstern sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Für neu eingebaute Fenster beträgt der vorgegebene Ug-Wert 1,3 – für eine neue Verglasung im alten Rahmen 1,1. Diese Werte lassen sich etwa mit Climaplus Ultra N erreichen. Eine noch bessere Wärmedämmung lässt sich mit Dreifach-Isolierverglasungen erzielen.

Naturmaterial Stein

Naturmaterial Stein

Naturstein richtig verlegen und pflegen

(rgz-p). Wohl kaum ein Werkstoff strahlt mehr Unikatcharakter aus als Naturstein. Geschmiedet im glühenden Magma längst vergangener Vulkane wurde Granit, hoher Druck gab Marmor seine Schönheit, und aus den Sedimenten der Urmeere erwuchs der Kalkstein: jeder einzelne Stein steht für Äonen der Weltgeschichte. Wer Terrasse, Wand und Boden im Bad oder in Wohnräumen mit Naturstein gestalten will, hat meist prosaischere Gründe für seine Wahl: er schätzt natürliche Steinoberflächen wegen ihrer Ästhetik, ihres Unikatcharakters und ihrer Wertbeständigkeit.

Pflegeleichte Alternativen – Natursteinteppich, Betonstein und Fliesen in Steinoptik

(rgz-p). Steinteppiche sind eine interessante Alternative zu „Naturstein pur“. Granulat aus Quarzkies oder Marmor ist mit einem speziellen Harz zu einem fugenlosen Boden verarbeitet, der direkt in die Räume oder im Außenbereich eingebracht wird (www.risto-deutschland.de). Mit einer ähnlichen Technik werden Fertigelemente aus Steingranulat und Harz angeboten, die selbst ein Heimwerker verlegen kann (www.renofloor.de). Natursteinteppiche gibt es in vielen Farbvarianten und mit Dekoren. Sie sind besonders pflegeleicht und widerstandsfähig. Selbst die Sanierung einer betagten Treppe ist heute in Eigenregie möglich. Vorgefertigte Elemente aus robustem und langlebigem Naturstein machen die Verlegung leicht. Das Granulat aus Naturstein ist dazu in ein Harz gebunden. Der vorhandene Altbelag kann bei der Sanierung meist sogar liegen bleiben, da die vorgefertigten Treppenelemente besonders geringe Aufbauhöhen aufweisen.

Ein weiterer Vorteil: Der neue Treppenbelag ist sofort begehbar. Die Naturstein-Elemente sind in verschiedensten Marmorierungen, Naturtönen oder auch Trendfarben verfügbar und passen sich somit jeder Architektur an. Ob es sich um eine Innen- oder Außentreppe handelt, spielt dabei keine Rolle: Die Trittstufen aus Naturmaterialien sind frostsicher und lassen sich einfach reinigen.

Naturmaterial Stein: Damit erzählt jeder Boden eine Geschichte.  Foto: djd/Knauf Bauprodukte

Naturmaterial Stein: Damit erzählt jeder Boden eine Geschichte. Foto: djd/Knauf Bauprodukte

Betonsteine sind eine erschwingliche und robuste Alternative zu Naturstein im Außenbereich. Es gibt sie in vielen Varianten z.B. als Heidelberger Kopfsteinpflaster mit Nutzschicht aus dekorativem Natursteingranulat, mit rustikal gerumpelter oder edel geschliffener Oberfläche (www.lithonplus.de). Keramische Fliesen machen Natursteinen ebenfalls Konkurrenz, seitdem es sie mit natursteinähnlichen Oberflächen gibt, die z.B. an Kalkstein oder Schiefer erinnern (Infos, Händler und Handwerker in Lippe unter: www.bauausbau.de). Diese meist großformatigen Fliesen gibt es nicht zum Baumarkt-Schnäppchenpreis, dafür sind sie sehr pflegeleicht und dauerhaft.

Spezielle Kleber und Fugen erleichtern Heimwerkern die Arbeit

Trotz ihrer exklusiven Anmutung müssen Natursteinbeläge nicht teuer sein. Kalk- und Sandsteine, Granit, Travertin und andere Arten werden in Deutschland abgebaut, so dass sie nicht erst aufwendig aus fernen Ländern anreisen müssen – das schont auch die Umwelt (Infos und Hersteller: www.natursteinverband.de). Die Verlegung von Natursteinplatten und –fliesen können Heimwerker in Eigenregie durchführen. Allerdings eignet sich nicht jeder Fliesenkleber. In feine Kapillaren, das sind winzige natürliche „Kanäle“, die jede Steinart mehr oder weniger stark hat, können normale Kleber eindringen und dauerhafte Verfärbungen verursachen. Mit speziellen Marmor- und Granitklebern sowie ebenfalls natursteingeeigneten Fugenmassen ist man auf der sicheren Seite (Verarbeitungstipps: www.knauf-bauprodukte.de).

Warmwasser über Solarkollektoren

Warmwasser über Solarkollektoren

Die Sonne scheint auch in Deutschland ausdauernd genug, um Haushaltskasse und Umwelt bei Heizung und Warmwasser spürbar zu entlasten. Foto: djd/www.wagner-solar.com

Rund sechs Quadratmeter Flachkollektoren und ein Pufferspeicher mit ca. 300 Litern genügen also in der Regel für einen vierköpfigen Haushalt.

(djd/pt). Solarkollektoren auf dem Dach sieht man heute auf immer mehr Privathäusern, denn sie sind die ideale Entlastungshilfe für den heimischen Heizkessel. Je nach Dimension und Auslegung können sie einen Großteil des warmen Wassers zur Verfügung stellen oder sogar die Heizung entlasten. Im Sommer kann der Heizkessel Urlaub machen – jetzt sorgt mit Hilfe von Kupfer die Sonne alleine dafür, dass immer genügend warmes Wasser zum Baden, Waschen und Duschen da ist.

Was fängt die Sonnenenergie ein?

Bereits 1,5 Quadratmeter Solarkollektorfläche pro Haushaltsmitglied genügen, um einen Großteil des Warmwasserbedarfs zu decken.  Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/BSW-Solar

Bereits 1,5 Quadratmeter Solarkollektorfläche pro Haushaltsmitglied genügen, um einen Großteil des Warmwasserbedarfs zu decken. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/BSW-Solar

Kupfer spielt in den Solarkollektoren eine wichtige Rolle. Hier ist es seine Leitfähigkeit, die einen verlustarmen Übergang der Energie aus der Sonnenstrahlung an das Wärmeträgermedium im Kollektorsystem bewirkt. Dass man Kupfer dabei nicht sofort sieht, liegt an der aufgebrachten selektiven schwarzen Beschichtung des Absorbermetalls. Diese Beschichtung bewirkt eine hohe Absorption der Energie aus den Sonnenstrahlen – den Effekt kennt man von dunkel lackierten Autos, an denen man sich im Sommer die Finger verbrennen kann. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie leitet das Kupfer nahezu verlustfrei an die Absorberflüssigkeit weiter, die es zur Nutzung ins Haus transportiert.

Solaranlage passt an jede Öl-, Gas-, Holzpellet- oder Biomasseheizung

Installieren lässt sich eine Solarabsorber-Anlage mit geringem Aufwand und unabhängig von der Haupt-Heiztechnik im Haus: Sie kann mit normalen Heizkesseln, modernen Brennwertgeräten und Wärmepumpen genauso wie mit Brennern für erneuerbare Energie, etwa einem Holzpelletskessel, gekoppelt werden. Im Keller sorgt meist ein Solar-Pufferspeicher dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Auch das Trinkwassersystem im Pufferspeicher ist häufig aus Kupfer gearbeitet. Zum einen hat das rote Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit, die für eine verlustarme Erwärmung des Trinkwassers sorgt, zum anderen punkten hier auch seine bakteriziden, das heißt keimtötenden Eigenschaften, die es zum hygienisch einwandfreien Standardmaterial in der Hausinstallation gemacht haben.

Ein modernes Lüftungskonzept

Ein modernes Lüftungskonzept

Der Fachplaner oder Handwerker stellt bei einer energetischen Sanierung fest, ob ein Lüftungssystem notwendig wird. Dadurch lassen sich spätere Bauschäden und ein ungesundes Raumklima vermeiden. Foto: djd/BDH

Zur Altbausanierung gehört ein modernes Lüftungskonzept

Moderne Lüftungssysteme sind heute im Altbau und bei einer Sanierung ohne großen Aufwand zu integrieren.  Foto: djd/BDH

Moderne Lüftungssysteme sind heute im Altbau und bei einer Sanierung ohne großen Aufwand zu integrieren. Foto: djd/BDH

(djd/pt). So sinnvoll eine luftdichte Gebäudehülle prinzipiell ist, um Heizkosten zu senken, so problematisch sind die Auswirkungen auf das Raumklima. Weil das sanierte Gebäude praktisch hermetisch versiegelt wird, ist oft kein ausreichender Luftaustausch mehr gegeben. Was viele Bauherren nicht wissen: Wird ein Altbau saniert und umfassend abgedichtet, gibt eine Norm (DIN 1946-6) als Richtlinie vor, dass begleitend auch ein Lüftungskonzept erstellt werden muss.

Fensterlüftung reicht nicht

“Durch die Fensterlüftung bekommt man das Problem zumeist nicht in den Griff. Hier kann nur eine Lüftungsanlage den hygienisch notwendigen Luftwechsel wieder herstellen und Bauschäden vermeiden”, sagt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

Die DIN-Norm sieht Folgendes vor: Immer dann, wenn in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet werden, muss ein Fachplaner oder Fachhandwerker ein Lüftungskonzept anfertigen.

Prüfung durch den Fachmann

Aus diesem Konzept ergibt sich, ob lüftungstechnische Maßnahmen notwendig sind. Moderne Lüftungssysteme lassen sich heute an den individuellen Bedarf und die Gebäudegröße problemlos anpassen. “Zentrale Lüftungsanlagen sind für ein ganzes Gebäude zuständig, während dezentrale Geräte nur Räume oder Teilbereiche von Wohnungen versorgen. Bei Einfamilienhäusern ist der Einsatz zentraler Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung empfehlenswert”, erläutert Dr. Breidenbach weiter.

Diese modernen Anlagen entziehen der verbrauchten Abluft die Wärme und führen sie der Frischluft, die ins Gebäude strömt, wieder zu. Die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Lüften: Heizenergie wird gespart und das Gebäude vor gesundheitsgefährdendem Schimmelpilz geschützt. Der Staat unterstützt den Einbau kontrollierter Lüftungssysteme im Übrigen durch zinsgünstige Kredite und Fördergelder.

Energetisch wertvoll – Sanieren mit Lüftungskonzept

Aus mehreren Gründen ist es sinnvoll, einen Altbau energetisch zu sanieren: Weil ein Großteil der kostbaren Heizenergie nicht mehr über die Außenhaut verloren geht, lässt sich nicht nur bares Geld sparen, auch die Umwelt wird geschont. Zudem fordert der Gesetzgeber bereits heute für viele Immobilien per Energieausweis die Nachrüstung auf einen höheren energetischen Standard. Die im Prinzip so positive Maßnahme hat nur einen entscheidenden Nachteil: Ohne ein durchdachtes Lüftungskonzept ist oft kein ausreichender Luftaustausch mehr gegeben. Mehr Infos unter www.wohnungs-lueftung.de