Flachkollektoren Archive

Warmwasser über Solarkollektoren

Warmwasser über Solarkollektoren

Die Sonne scheint auch in Deutschland ausdauernd genug, um Haushaltskasse und Umwelt bei Heizung und Warmwasser spürbar zu entlasten. Foto: djd/www.wagner-solar.com

Rund sechs Quadratmeter Flachkollektoren und ein Pufferspeicher mit ca. 300 Litern genügen also in der Regel für einen vierköpfigen Haushalt.

(djd/pt). Solarkollektoren auf dem Dach sieht man heute auf immer mehr Privathäusern, denn sie sind die ideale Entlastungshilfe für den heimischen Heizkessel. Je nach Dimension und Auslegung können sie einen Großteil des warmen Wassers zur Verfügung stellen oder sogar die Heizung entlasten. Im Sommer kann der Heizkessel Urlaub machen – jetzt sorgt mit Hilfe von Kupfer die Sonne alleine dafür, dass immer genügend warmes Wasser zum Baden, Waschen und Duschen da ist.

Was fängt die Sonnenenergie ein?

Bereits 1,5 Quadratmeter Solarkollektorfläche pro Haushaltsmitglied genügen, um einen Großteil des Warmwasserbedarfs zu decken.  Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/BSW-Solar

Bereits 1,5 Quadratmeter Solarkollektorfläche pro Haushaltsmitglied genügen, um einen Großteil des Warmwasserbedarfs zu decken. Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut/BSW-Solar

Kupfer spielt in den Solarkollektoren eine wichtige Rolle. Hier ist es seine Leitfähigkeit, die einen verlustarmen Übergang der Energie aus der Sonnenstrahlung an das Wärmeträgermedium im Kollektorsystem bewirkt. Dass man Kupfer dabei nicht sofort sieht, liegt an der aufgebrachten selektiven schwarzen Beschichtung des Absorbermetalls. Diese Beschichtung bewirkt eine hohe Absorption der Energie aus den Sonnenstrahlen – den Effekt kennt man von dunkel lackierten Autos, an denen man sich im Sommer die Finger verbrennen kann. Die dabei aufgenommene Wärmeenergie leitet das Kupfer nahezu verlustfrei an die Absorberflüssigkeit weiter, die es zur Nutzung ins Haus transportiert.

Solaranlage passt an jede Öl-, Gas-, Holzpellet- oder Biomasseheizung

Installieren lässt sich eine Solarabsorber-Anlage mit geringem Aufwand und unabhängig von der Haupt-Heiztechnik im Haus: Sie kann mit normalen Heizkesseln, modernen Brennwertgeräten und Wärmepumpen genauso wie mit Brennern für erneuerbare Energie, etwa einem Holzpelletskessel, gekoppelt werden. Im Keller sorgt meist ein Solar-Pufferspeicher dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Auch das Trinkwassersystem im Pufferspeicher ist häufig aus Kupfer gearbeitet. Zum einen hat das rote Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit, die für eine verlustarme Erwärmung des Trinkwassers sorgt, zum anderen punkten hier auch seine bakteriziden, das heißt keimtötenden Eigenschaften, die es zum hygienisch einwandfreien Standardmaterial in der Hausinstallation gemacht haben.

Solarthermieanlagen

Solarthermieanlagen

Foto: djd/MP-TEC; Moderne Solarkollektoren fügen sich optisch in die Dacheindeckung ein, denn ihre Leisten sind je nach Ziegelfarbe austauschbar und ihre Kanten abgerundet.

Solarthermieanlagen nutzen die Sonnenkraft doppelt

(djd/pt). Eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung wird deutschen Verbrauchern immer wichtiger. Dies zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V., bei der sich 71 Prozent der Befragten bereit erklärten, über ihre Stromrechnung einen signifikanten Beitrag zum Ausbau der Photovoltaiktechnik zu leisten. Sie stimmten einer Erhöhung der Solarstromförderung von derzeit rund drei auf fünf Prozent zu.

Beim Neubau oder Austausch der in die Jahre gekommenen Heizanlage zahlt es sich für Umwelt und Haushaltskasse aus, auf die Kraft der Sonne zu setzen.  	Beim Neubau oder Austausch der in die Jahre gekommenen Heizanlage zahlt es sich für Umwelt und Haushaltskasse aus, auf die Kraft der Sonne zu setzen.  Foto: djd/MP-TEC

Beim Neubau oder Austausch der in die Jahre gekommenen Heizanlage zahlt es sich für Umwelt und Haushaltskasse aus, auf die Kraft der Sonne zu setzen. Beim Neubau oder Austausch der in die Jahre gekommenen Heizanlage zahlt es sich für Umwelt und Haushaltskasse aus, auf die Kraft der Sonne zu setzen. Foto: djd/MP-TEC

Klimaneutrale Energie

Nicht nur das Argument der Wirtschaftlichkeit spricht für die kostenlos zur Verfügung stehende Kraft der Sonne, denn angesichts des fortschreitenden Klimawandels wiegt bei der Wahl der Heizanlage auch die Frage schwer, wie und woraus Energie erzeugt wird. Doch viele Solarkollektoren auf deutschen Dächern bleiben unter ihren Möglichkeiten und werden lediglich zur Warmwasserbereitung eingesetzt. Thermische Solaranlagen dagegen unterstützen neben der klimaneutralen Erwärmung des Wassers auch die Heizung. So lässt sich der Gas- oder Ölbedarf eines Hauses um mehr als die Hälfte senken.

Effiziente Leistung

“Die Dimensionierung der Solaranlage sollte entsprechend dem zu erwartenden Verbrauch kalkuliert werden. Auch auf geringen Dachflächen ist es möglich, mit sogenannten Vakuumröhrenkollektoren viel Energie zu erzeugen”, erklärt Michael Preißel, Geschäftsführer des größten Systemanbieters für Solartechnik in den neuen Bundesländern (mehr Informationen: www.mp-tec.de). Diese höchst effizienten Röhrengeräte gewinnen vor allem in den lichtschwachen Monaten der kalten Jahreszeit bis zu 30 Prozent mehr Energie als die bekannten Flachkollektoren. In den gläsernen Röhren herrscht – ähnlich wie in einer Thermoskanne – ein Vakuum, in dem sich der Absorber befindet. Er erhitzt bei Sonneneinstrahlung die in den Röhren enthaltene, wärmeleitende Flüssigkeit. Die Kollektoren überzeugen auch optisch: Der anschlussfertige und zertifizierte Kollektor VRK 12 premium beispielsweise fügt sich durch seine farblich austauschbaren Leisten und seine abgerundeten Kanten harmonisch in die jeweilige Dacheindeckung ein.

Förderung vom Staat

Beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) können die Betreiber von Solarkollektoranlagen Zuschüsse beantragen. Wer mit der Sonneneinstrahlung sein Warmwasser aufbereitet und zugleich seine Heizung unterstützt, erhält eine Förderung von rund 105 Euro pro Quadratmeter. Allerdings beträgt die Mindestfläche bei Vakuumröhrenkollektoren sieben Quadratmeter, und sie müssen mit einer Flüssigkeit als Wärmeträgermedium betrieben werden, die nach dem europäischen Prüfzeichen Solar Keymark zertifiziert ist. Unter www.bafa.de gibt es entsprechende Förderanträge.