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Naturmaterial Stein

Naturmaterial Stein

Naturstein richtig verlegen und pflegen

(rgz-p). Wohl kaum ein Werkstoff strahlt mehr Unikatcharakter aus als Naturstein. Geschmiedet im glühenden Magma längst vergangener Vulkane wurde Granit, hoher Druck gab Marmor seine Schönheit, und aus den Sedimenten der Urmeere erwuchs der Kalkstein: jeder einzelne Stein steht für Äonen der Weltgeschichte. Wer Terrasse, Wand und Boden im Bad oder in Wohnräumen mit Naturstein gestalten will, hat meist prosaischere Gründe für seine Wahl: er schätzt natürliche Steinoberflächen wegen ihrer Ästhetik, ihres Unikatcharakters und ihrer Wertbeständigkeit.

Pflegeleichte Alternativen – Natursteinteppich, Betonstein und Fliesen in Steinoptik

(rgz-p). Steinteppiche sind eine interessante Alternative zu „Naturstein pur“. Granulat aus Quarzkies oder Marmor ist mit einem speziellen Harz zu einem fugenlosen Boden verarbeitet, der direkt in die Räume oder im Außenbereich eingebracht wird (www.risto-deutschland.de). Mit einer ähnlichen Technik werden Fertigelemente aus Steingranulat und Harz angeboten, die selbst ein Heimwerker verlegen kann (www.renofloor.de). Natursteinteppiche gibt es in vielen Farbvarianten und mit Dekoren. Sie sind besonders pflegeleicht und widerstandsfähig. Selbst die Sanierung einer betagten Treppe ist heute in Eigenregie möglich. Vorgefertigte Elemente aus robustem und langlebigem Naturstein machen die Verlegung leicht. Das Granulat aus Naturstein ist dazu in ein Harz gebunden. Der vorhandene Altbelag kann bei der Sanierung meist sogar liegen bleiben, da die vorgefertigten Treppenelemente besonders geringe Aufbauhöhen aufweisen.

Ein weiterer Vorteil: Der neue Treppenbelag ist sofort begehbar. Die Naturstein-Elemente sind in verschiedensten Marmorierungen, Naturtönen oder auch Trendfarben verfügbar und passen sich somit jeder Architektur an. Ob es sich um eine Innen- oder Außentreppe handelt, spielt dabei keine Rolle: Die Trittstufen aus Naturmaterialien sind frostsicher und lassen sich einfach reinigen.

Naturmaterial Stein: Damit erzählt jeder Boden eine Geschichte.  Foto: djd/Knauf Bauprodukte

Naturmaterial Stein: Damit erzählt jeder Boden eine Geschichte. Foto: djd/Knauf Bauprodukte

Betonsteine sind eine erschwingliche und robuste Alternative zu Naturstein im Außenbereich. Es gibt sie in vielen Varianten z.B. als Heidelberger Kopfsteinpflaster mit Nutzschicht aus dekorativem Natursteingranulat, mit rustikal gerumpelter oder edel geschliffener Oberfläche (www.lithonplus.de). Keramische Fliesen machen Natursteinen ebenfalls Konkurrenz, seitdem es sie mit natursteinähnlichen Oberflächen gibt, die z.B. an Kalkstein oder Schiefer erinnern (Infos, Händler und Handwerker in Lippe unter: www.bauausbau.de). Diese meist großformatigen Fliesen gibt es nicht zum Baumarkt-Schnäppchenpreis, dafür sind sie sehr pflegeleicht und dauerhaft.

Spezielle Kleber und Fugen erleichtern Heimwerkern die Arbeit

Trotz ihrer exklusiven Anmutung müssen Natursteinbeläge nicht teuer sein. Kalk- und Sandsteine, Granit, Travertin und andere Arten werden in Deutschland abgebaut, so dass sie nicht erst aufwendig aus fernen Ländern anreisen müssen – das schont auch die Umwelt (Infos und Hersteller: www.natursteinverband.de). Die Verlegung von Natursteinplatten und –fliesen können Heimwerker in Eigenregie durchführen. Allerdings eignet sich nicht jeder Fliesenkleber. In feine Kapillaren, das sind winzige natürliche „Kanäle“, die jede Steinart mehr oder weniger stark hat, können normale Kleber eindringen und dauerhafte Verfärbungen verursachen. Mit speziellen Marmor- und Granitklebern sowie ebenfalls natursteingeeigneten Fugenmassen ist man auf der sicheren Seite (Verarbeitungstipps: www.knauf-bauprodukte.de).

Küchenwand und Küchenboden

Pflegeleicht ist Pflicht

Pflegeleichte Materialien in der ganzen Küche erleichtern das Sauberhalten.  Foto: djd/www.fliesenverband.de

Pflegeleichte Materialien in der ganzen Küche erleichtern das Sauberhalten. Foto: djd/www.fliesenverband.de

(dtd). Wohnlich, stylisch und chic soll sie aussehen. Und wenn mal der Kochwein umkippt oder die Tomatensauce spritzt, sollen die Spuren nicht gleich für Jahre sichtbar sein. Richtig empfindliche Materialien bekommen daher “Küchenverbot“. Die besten Tipps:

Fliesen: Der Klassiker für Küchenböden und Wandverkleidungen rund um Spüle und Herd präsentiert sich vielseitig und edel wie nie zuvor. Von urbanen Grautönen über Naturstein- oder sogar Holzanmutungen und Metalliceffekten bis zu bunten oder mediterran-warmen Farben reicht das Spektrum der keramische Werkstoff (Ideen und Anregungen: www.deutsche-fliese.de). Glasierte Oberflächen sind besser als unglasierte – die können schon eher mal bleibende Spuren abbekommen.

Naturstein: Sieht besonders edel aus. Unbehandelte Marmor-, Kalkstein- und andere Steinoberflächen reagieren auf Säuren, also auch auf Essig, Zitrone und andere Fruchtsäuren, mit Trübungen und dauerhaften Verfärbungen. Auch Fett und Öl können in die Kapillarstruktur eindringen und lassen sich nur schwer wieder entfernen. Nur eine vollständige Versiegelung sorgt für dauerhafte Schönheit. Die ist allerdings von Kratzern bedroht. Kunststeine sind oft pflegeleichter.

Massivholz: Ein Holzboden in der Küche ist angenehm fußwarm undstrahlt Wohnlichkeit aus. Versiegelt, kann er schnell Kratzer abbekommen, wenn mal ein Messer oder ein Topf zu Boden geht. Geölt und gewachst, ist er Fett und Feuchtigkeit gut gewachsen, vor allem lässt er sich dann mit vergleichsweise wenig Aufwand aufarbeiten. Hersteller wie Pinus oder Moco bieten Holzprofile bereits fertig vorbehandelt an, so kann der Erstanstrich entfallen.

Laminat: ist grundsätzlich gut geeignet in der Küche und lässt sich relativ einfach selbst verlegen. Allerdings sollte es nicht zu nass, sondern nur nebelfeucht gewischt werden. Besser als hochglänzende Böden sind matte Oberflächen, auf denen man nicht gleich jeden Fleck sieht. Hersteller wie Witex bieten sogar Laminatböden mit Pfandsystem an – dann kann man den Boden nach ein paar Jahren einfach wieder abgeben. Beim Kauf unbedingt auf Eignung für Feuchträume achten.

Kunststoffboden: .Aus verschiedenen Kunststoffen gibt es vielfältigste Farben und Muster von sehr preiswert bis edel. Grundsätzlich sehr gut geeignet für die Küche, sollte man besonders bei leicht zu verlegenden Klick-Böden auf Feuchtraumeignung achten.
kirsch einbauküchen
Linoleum: erlebt als Bodenbelag aus natürlichen Rohstoffen heute eine Renaissance. Die erhältlichen Gestaltungsvarianten von Herstellern wie Forbo Flooring haben mit dem tristen Belag auf den Amts- und Schulfluren nur noch ihre Belastbarkeit, Wasserfestigkeit und Langlebigkeit gemein und sind daher in der Küche sehr zu empfehlen.

Wand: an der Küchenwand und –decke geht fast alles, was im Rest der Wohnung auch gefällt. Die Decke sollte atmen könne, die Wand mit einer nassabriebbeständigen Dispersionafarbe oder mit zusätzlich mit einem Überzug, z.B. Elefantenhaut aus dem Baumarkt, geschützt sein. Ungünstig sind textile Wandbeläge oder Naturfasern – sie verschmutzen leicht und nehmen Küchengerüche an. Besonders schön sind klassische Wandbeschichtungen auf Basis von Kalk und Seife z.B. von Volimea, die Erinnerungen aus Palastküchen vergangener Tage wecken und dennoch wischfest sind. Allerdings ist die Verarbeitung für Heimwerker nicht ganz einfach.